Donnerstag, 10. September 2009

Hust

KLICK*

Ich weiß, ich weiß, sagt nichts. Mal wieder. Ich hab auch ein ganz schlechtes Gewisssen.
ABER: Ich kann dort alle Designs selbst erstellen und vor allem Passworteintraege schreiben. Und, da ich komplett alles selber hochlade, auch so gut wie alles selbst bestimmen. Daher wird es dort dann wohl auch laenger bleiben. Ich mag endlich mal wieder ein Blog ueber Jahre hinweg fuehren und dort geht es fuer mich am ehesten.
Das PW fuer Passworteintraege wird gleich per Mail/Twitter/Studivz verschickt. Falls ich jemanden vergesse, bitte einfach kurz kommentieren.
Bitte umlinken! Ihr erreicht das Blog unter oben genanntem Link oder aber unter meergedanken.de.vu
Danke :)

Ach manno.

Mir ist kotzuebel. Ich weiß nicht warum, aber seit heute frueh spielt mein Magen komplett verrueckt. Ich hab oefter mal Probleme mit dem Magen ohne wirklich zu wissen warum, mein Arzt meinte damals es koennte eine Art verschleppte Gastritis sein. Ich tippe ja eher auf Magengeschwuer, da mir jeglicher Stress sofort auf den Magen schlaegt und ich oft das Gefuehl habe einen Kloß im Magen zu haben. Meine Oma bekommt sowas auch staendig.
Jedenfalls sollte ich das ganz dringend mal untersuchen lassen, auch wenn ich wirklich Angst hab vor einer Magenspiegelung :/
Zur Arbeit bin ich trotzdem gegangen, weil ich es furchtbar bloed finde direkt am Anfang schon krank zu sein und weil ich dachte es wird im Laufe des Tages noch besser.
Da aber weder Tropfen noch Tee geholfen haben und ich in der Buecherei mehr vor mich hinvegetierte und dann auch noch Kopfschmerzen bekam, hat mich meine Ausbilderin nach Hause geschickt. Obwohl ich eigentlich gar nicht heim wollte!
Aber sie war furchtbar lieb und meinte gleich, dass ich ruhig gehen kann und es ueberhaupt nicht schlimm ist. Dass bisher alle Azubis in den ersten Wochen krank wurden und das wohl vom Stress kommt. Dass sie es mir hoch anrechnet, dass ich trotzdem zur Arbeit gekommen bin und nicht gleich abgesagt habe.
Aber ich hab trotzdem ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich nichts dafuer kann dass es mir nicht gut geht.
Jetzt bin ich jedenfalls daheim, liege auf dem Sofa und nehme die ganze Zeit schon Tropfen fuer den Magen, in der Hoffnung dass bis morgen alles wieder besser ist. Bis jetzt sieht es noch nicht so aus, ich hab das Gefuehl die Tropfen helfen gar nicht.
Aber ich weiß ueberhaupt nicht was ich daheim anfangen soll, ich moechte viel lieber in der Buecherei mit anpacken.
Ich will morgen unbedingt wieder gehen!

Mittwoch, 9. September 2009

Systematik, Makulieren und der ganze Rest.

Gestern schrieb ich noch, wie gerne ich mal den Helden in der Buecherei treffen wuerde und wen sehe ich heute? Nein, nicht ihn. Aber dafuer eine andere Englischlehrerin, die ich in der Schule mal hatte. Wir haben uns ein bisschen unterhalten und sie meinte, dass sie oft in der Buecherei ist und wir uns sicher von nun an haeufiger sehen. Fand ich ja wirklich nett sie mal wiederzusehen :) Bisher habe ich in jeder meiner Mittagspausen ein bekanntes Gesicht gesehen, irgendwie ist das toll.
Allerdings war heute nicht wirklich mein Tag und es lief alles schief, was irgendwie schief gehen konnte. In der Buchbinderei habe ich einen alten Bildband repariert und dazu die einzelnen Seiten aus dem Cover herausgetrennt und die Bindung geloest. Dann sollte ich die Seiten von Hand neu zusammennaehen, was ich auch getan habe. Kurz bevor ich - nach ueber einer Stunde - schließlich damit fertig war, ist mir dann aufgefallen dass die einzelnen Seiten komplett durcheinander geraten waren und ich durfte alles nochmal auftrennen und neu naehen. Ich haette fast angefangen zu weinen, weil ich mich SO geaergert habe.
Aber zumindest hab ich auch was daraus gelernt, naemlich dass ich von nun an immer alles zweimal kontrolliere. Und schlimm wars letztendlich ja nicht, das Buch war ja noch nicht im Buchdeckel eingehaengt (sprich: zusammengeklebt, dann waere es naemlich wesentlich schwieriger gewesen nochmal alles neu zu machen), es war nur einfach zusaetzliche Arbeit.
Kurz nach 11 bin ich dann in Richtung Bibliothek gelaufen und hab mir unterwegs die Nadel meiner Insulinpumpe* rausgerissen, was eine mittelschwere Katastrophe darstellt, weil ich als Diabetiker ja kontinuierlich Insulin brauche. Nach Hause fahren ging nicht, also bin ich in die naechstbeste Apotheke und habe der Frau am Schalter gesagt, dass sie mir helfen muss ;D
Hat sie zum Glueck auch getan und wir haben die Nadel provisorisch mit Leukosilk (eine Art Pflaster) festgeklebt.
Trotzdem haben die zwei Vorfaelle meiner Laune nicht gerade zugetan..
In der Buecherei musste ich heute dann auch ziemlich viel schleppen. Erst nochmal gemeinsam mit meinem Kollegen D. die Prospekte fuer die Jugendbuchwoche sortieren und danach etliche Buecher, die von uns makuliert* und demnaechst auf einem Buecherflohmarkt verkauft werden durch die Gegend tragen. Und stressig war es heute auch. Ich bin eigentlich nur herumgehetzt und hatte kaum Zeit mal zwischendurch mit Kollegen zu reden.
Aber immerhin durfte ich dann noch 2 Stunden Systematik am Regal lernen. Meine Ausbilderin hat mir erklaert wie die Kinder- und Jugendbuecher eingestellt werden und nach welchen Regeln katalogisiert wird. War zwar ein wenig kompliziert, aber ich hab soweit eigentlich alles verstanden und morgen frueh bin ich dann auch gleich fuer die Kinderbucheinstellung zustaendig. Das freut mich :)
Und letztendlich hatte ich dann doch noch 10 Minuten Zeit mit einer sehr netten Kollegin zu reden, die nun im 3. Lehrjahr ist. Sie hat mich auch gleich eingeladen mal mit ihr und den anderen die Mittagspause zu verbringen.
Von daher war der Tag also doch nicht sooo schlecht. Trotzdem war heute das erste Mal, dass ich nicht so wirklich viel Spass hatte. Aber ich denke solche Momente gehoeren dazu und es wird sie auch immer mal geben. Das Wichtige ist nur, dass ich mich trotzdem durchbeisse und das hab ich ganz fest vor!
Morgen wird auch nochmal hart, da hab ich naemlich Spaetschicht und arbeite 11 Stunden. Aber immerhin ist dann so gut wie Wochenende.
Fotos von meinem selbstgemachten Buch gibt es dann auch spaetestens am Samstag.
Heute bin ich schon wieder zu k.o., entschuldigt!

Dienstag, 8. September 2009

Gluecksmomente.

Woah, mein Ruecken bringt mich um!
4 Stunden auf dem Kellerboden sitzend Prospekte sortieren und Kisten schleppen ist einfach nichts fuer mich.
Aber dass meine liebe Kollegin T. mit dabei war und wir die ganze Zeit ueber quatschen konnten hat mich fuer das Rueckenleiden wieder entschaedigt ;) Mit ihr verstehe ich mich wirklich gut. Sie ist in meinem Alter und mir auch charakterlich ziemlich aehnlich, wir haben aehnliche Interessen und aehnliche Ansichten und ich denke, mit ihr kann ich mich noch richtig anfreunden. Sie ist auch diejenige, die mich ab Oktober immer mit zur Berufsschule nehmen wird.
Gerade als wir heute unsere ganzen Prospekte auf dem Boden ausgebreitet hatten und fleißig am Abzaehlen waren, ging ploetzlich ein ohrenbetaeubender Alarm los und alle Leute stuermten an uns vorbei nach draußen waehrend T. und ich gar nicht wirklich begriffen was denn los war (man haette uns auch mal aufklaeren koennen!). Also blieben wir in aller Seelenruhe sitzen, bis wirklich niemand mehr da war und T. dann vorschlug auch mal raus zu gehen.
Draußen standen alle Mitarbeiter auf der Straße und niemand wusste so recht, was eigentlich los war. Bis dann die Feuerwehr mit Blaulicht vorfuhr und das Rathaus stuermte. Eine halbe Stunde dauerte die ganze Aktion, dann durften wir weiterarbeiten. Was genau da jetzt los war, weiß ich nicht. Ein Brand? Ich muss mal schauen, ob morgen etwas darueber in der Zeitung steht ;D
Das Fernsehen (unser oertlicher Sender) war heute auch bei uns in der Bibliothek und filmte alle moeglichen Ausstellungsobjekte - inklusive mir als ich die Treppe herunterlaufe. Ich hoffe wirklich, dass das wieder rausgeschnitten wird *hust*
Mein selbstgebundenes Buch habe ich nun auch fertig und gerade liegt es noch in der Buchpresse und trocknet. Morgen kann ich es mitnehmen und werde es dann fuer euch fotografieren. Ich finde es ist wunderbar geworden! <3 Man hat einfach eine komplett andere "Beziehung" zu einem Buch, wenn man es vollkommen selbst hergestellt hat. Ich meine, als bloßer Leser weiß man oft ueberhaupt nicht wie ein Buch aufgebaut ist, was es fuer eine Arbeit ist bis es fertig ist (zumindest wenn man es von Hand herstellt). Man weiß es einfach viel mehr zu schaetzen, wenn man es selbst gemacht hat. Außerdem ist es eine schoene Erinnerung an meine Ausbildung :)
Zu guter letzt bin ich dann noch in der Mittagspause im alten botanischen Garten in der Sonne gesessen, habe gelesen und Kaffee getrunken und ein bisschen entspannt. Ploetzlich kam eine alte Schulkameradin aus meiner frueheren Stufe vorbei und setzte sich zu mir und wir redeten die komplette Mittagspause hindurch. Es war wirklich schoen sie mal wieder zu sehen. Das ist das, was ich an dieser Stadt so liebe. Es ist immer was los, aber dennoch ist sie so ueberschaubar, dass man staendig bekannte Gesichter trifft. Es ist toll.
Morgens wenn ich aufstehe und mit dem Bus an sonnenueberfluteten goldenen Feldern vorbeifahre, dann hab ich nie wirklich Lust auf die Arbeit und wuerde am Liebsten daheim im Bett bleiben, aber wenn ich abends den selben Weg zurueckfahre, mit Musik im Ohr und der Abendsonne, dann bin ich fuer einen kurzen Moment immer wunschlos gluecklich. Fuer ungefaehr 20 Minuten ueberflutet es mich komplett und ich kann dann nur noch dasitzen und laecheln. Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas an dieser Arbeit tut mir extrem gut. Und allein fuer diese 20 Minuten voller Glueck lohnt es sich morgens aufzustehen. Das ist es, was ich will. Abends heim kommen und wissen, dass ich etwas getan habe, dass ich eine Aufgabe habe. Etwas, das mich erfuellt. Etwas, das nicht nur Arbeit ist sondern auch Spass.
Und eigentlich ist es schon komisch, wenn man bedenkt was fuer verworrene Wege mein Leben bisher ging. Dass ich eigentlich Medizin studieren wollte und nun hier gelandet bin. Irgendwie kommt eben doch alles so, wie es soll.
Und egal wie fertig ich auch abends bin, es ist nach wie vor alles SO toll.
Das einzige, was vielleicht noch als I-Tuepfelchen fehlt, ist der Held. Jeden Tag nach der Arbeit halte ich unwillkuerlich nach ihm Ausschau, weil es doch auch irgendwie seine Stadt ist. Und ich frage mich, ob er vielleicht mal in meiner Buecherei vorbeikommt, jetzt wo er weiß wo ich arbeite. Das waere das Schoenste.. Wenn er ploetzlich vor mir steht.
Aber auch so bin ich gerade ziemlich zufrieden ;D

Montag, 7. September 2009

Buchdoktoren.

Ich liebe liebe liebe die Buchbinderei! Mein Praktikum heute hat SO viel Spass gemacht.
Ich hab zuerst die verschiedenen Instrumente kennengelernt, die Buchpresse, die Druckerei.. und die verschiedenen Materialien zum Binden der Buecher, von Elefantenhaut bis Leder. Ja, ich weiß, Elefantenhaut klingt brutal, aber so ist es eben. Mittlerweile wird sie aber auch nicht mehr benutzt, das was bei uns noch vorhanden ist, sind nur Restbestaende.
Ich durfte dann mein ganz eigenes Buch binden. Zuerst ein Papier fuer die Seiten aussuchen (man muss beim Binden immer auf die "Laufrichtung" des Papiers achten!), die Seiten falzen und zusammenaehen. Ein Cover aussuchen und Stoff fuer die Innenbindung. Ach, es war so toll. Ganz fertig ist mein Buch noch nicht, aber morgen wird es bestimmt fertig :)
Spaeter haben wir noch ein paar Buecher der Buecherei repariert. In einem waren zig Seiten herausgetrennt und ich musste die restlichen Seiten auch noch herausreissen (noch NIE vorher habe ich aus einem Buch Seiten herausgerissen!), damit sie nochmal neu gebunden und ans Cover geklebt werden koennen.
Bei einem anderen war der komplette Einband hinueber. Daher bekommt es nun ein ganz neues Kleid :)
Der Beruf des Buchbinders an sich ist ziemlich handwerklich. Man arbeitet mit Hammer, Messer und verschiedenen anderen Werkzeugen.. aber er ist schoeeen. Es ist toll, alte Buecher wieder ganz neu zu machen und ihnen ein neues Aussehen zu verpassen. Das Praktikum macht mir also wirklich Spass.
Hinterher habe ich dann noch mit meiner Ausbilderin gemeinsam Prospekte fuer die Jugendbuchaktion gebuendelt, was ein ziemliches Geschaeft ist - vor allem da man draußen auf dem Flur im Keller sitzen muss und es ziemlich auf den Ruecken geht. Aber ich muss das ja nur bis Donnerstag machen, von daher ist es eigentlich halb so schlimm.
Meine Ausbilderin fands ganz toll wie positiv ich alles sehe, das freut mich sehr. Ich versuche zumindest immer in allem das Beste zu sehen, weil ich denke dass einem das einfach mehr bringt als mit Schwarzmalerei an eine Sache ranzugehen. Ich kenns ja aus Erfahrung.
Wenn ich denke, dass ich gestern noch ueberhaupt keine Lust auf Arbeit hatte, war mein Tag heute wirklich gut :)
Und jedes Mal wenn ich nach der Arbeit mit dem Bus nach Hause fahre, dann bin ich wirklich gluecklich. Ich weiß nicht mal richtig warum, aber das Arbeiten tut mir verdammt gut. Es tut mir gut eine Aufgabe zu haben anstatt daheim rumzusitzen.
Es ist anstrengend, aber gleichzeitig auch verdammt toll.